Bernauerin mit Herz

Nadine Schnittke -
Bernauerin, Lehrerin, Mama, Halbtagspolitikerin

Barrierefreiheit geht uns alle an – nicht nur am 5. Mai

Nadine Schnittke im Rathaus

Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Ein Tag, der daran erinnert, wie wichtig Teilhabe, Sichtbarkeit und echte Barrierefreiheit in unserem Alltag sind. Ein Thema, das uns alle betrifft – ob mit oder ohne Behinderung.

In diesem Jahr hatte der Beirat der Stadt Bernau für Menschen mit Behinderung anlässlich dieses Tages zu einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion ins Neue Rathaus eingeladen. Eine Einladung, der ich sehr gern gefolgt bin.

Ich freue mich besonders, dass ich selbst Teil eines der Filmprojekte zur Barrierefreiheit sein durfte. Gemeinsam mit meinen Kindern war ich bei den Dreharbeiten unterwegs – mit Kinderwagen durch die Innenstadt. Erst in solchen Momenten wird einem wirklich bewusst, wie viele Hindernisse es im Alltag noch gibt: nicht abgesenkte Bordsteine, schmale Wege, fehlende Übergänge. Dinge, die man im Alltag oft übersieht, die aber für viele Menschen echte Hürden darstellen.

Der Dreh war für meine Kinder und mich ein besonderes Erlebnis – spannend, lehrreich und zugleich sehr bewusstseinsbildend. Ein herzliches Dankeschön geht an das Filmteam sowie an Birgit vom Verein Eltern helfen Eltern e. V., die dieses Projekt mit viel Engagement begleitet hat. Ebenso danke ich René, der uns an diesem Tag begleitet hat und den ich seit vielen Jahren aus dem schulischen Kontext kenne. Über ihn und über den Newsletter von Netzwerk Gesunde Kinder bin ich auch auf das Projekt aufmerksam geworden.

Die entstandenen Kurzfilme machen eindrücklich sichtbar, dass Bernau in Sachen Barrierefreiheit bereits viel erreicht hat – aber eben noch nicht am Ziel ist. Sie zeigen, wo es gut läuft, aber auch, wo weiterhin Handlungsbedarf besteht. Besonders wichtig war in der anschließenden Diskussion der Hinweis, dass der Behindertenbeirat künftig noch früher und stärker in Planungsprozesse eingebunden werden sollte. Am Beispiel des „Treff 23“ wurde deutlich, wie wertvoll diese Perspektive im Vorfeld gewesen wäre.

Ein weiterer Film wird sich speziell mit dem Thema Barrierefreiheit für Familien mit Kinderwagen beschäftigen – ein Aspekt, der viele betrifft. Denn auch wenn Eltern mit Kinderwagen oft mobiler sind als Menschen im Rollstuhl, stoßen auch sie im Alltag immer wieder an Grenzen. Barrierefreiheit ist kein Nischenthema, sondern betrifft uns alle – heute oder irgendwann im Leben.

Mich interessiert sehr, wo ihr in Bernau Barrieren erlebt – im Alltag, mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl?
Lasst uns darüber ins Gespräch kommen, denn nur gemeinsam können wir unsere Stadt inklusiver gestalten.

Hier findet ihr übrigens die fertigen Filme zur Barrierefreiheit in Bernau: https://www.youtube.com/playlist?list=PLOmThqBRaifjXNKQaZrzE7S47aEpFj37V

3 Orangene Herzen untereinander
Eure Bernauerin mit Herz, Nadine Schnittke

 

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