Bernauerin mit Herz

Nadine Schnittke -
Bernauerin, Lehrerin, Mama, Halbtagspolitikerin

Wenn Kommunikation fehlt – Sorgen rund um den Ganztagsbetrieb an der Grundschule an der Hasenheide

Menschen sitzen im Kreis und unterhalten sich

In den vergangenen Wochen haben sich viele Eltern der Grundschule an der Hasenheide mit großer Sorge an mich gewandt. Anlass war die kurzfristige Entscheidung der Schulleitung, den Ganztagsbetrieb im August auszusetzen – eine Nachricht, die viele Familien unerwartet traf und für große Verunsicherung sorgte.

Was Eltern bewegt hat

Die Kritikpunkte der Eltern waren vielfältig und aus meiner Sicht absolut nachvollziehbar. Zum einen sorgte der Wegfall des Ganztagsangebots für Unverständnis, da gerade in Zeiten der Corona-Pandemie jeder Unterrichtstag und jede verlässliche Betreuungsstruktur besonders wichtig ist.

Zum anderen wurde die Entscheidung als sehr kurzfristig wahrgenommen. Viele Eltern berichteten, dass sie kaum Vorlauf hatten, um ihre Betreuungssituation neu zu organisieren. Hinzu kam die Sorge vor möglichen Mehrkosten durch zusätzliche Betreuungsstunden.

Ein weiterer Punkt, der für Unmut sorgte, war der Widerspruch zwischen der angespannten Personalsituation einerseits und gleichzeitig geplanten zusätzlichen Unterrichtsangeboten, etwa in den Ferien oder an Samstagen.

Kommunikation auf Augenhöhe fehlt

Bereits auf der Elternkonferenz im Januar wurde gegenüber der Schulleitung das Thema Personalmangel angesprochen worden. Dort wurde deutlich, dass Engpässe absehbar sind. Umso größer war die Enttäuschung darüber, dass es anschließend keinen weiteren Austausch mit den Eltern gab. Auch die für März geplante Konferenz konnte coronabedingt nicht stattfinden, sodass viele Fragen offenblieben.

Erst kurz vor Beginn des neuen Schuljahres wurden die Eltern schließlich über die Aussetzung des Ganztagsbetriebs informiert – ein Zeitpunkt, der verständlicherweise für viel Unmut sorgte.

Engagement und Gesprächsbereitschaft sind entscheidend

Mehrere Eltern haben sich daraufhin an mich gewandt. In Gesprächen mit der Stadtverwaltung habe ich die Situation angesprochen und um Klärung gebeten. Positiv hervorzuheben ist, dass der Hort letztlich pragmatische Lösungen gefunden hat, um Familien zu unterstützen.

Gleichzeitig zeigt der Vorgang, wie wichtig transparente Kommunikation, frühzeitige Information und echte Beteiligung sind – gerade wenn es um Kinder und Familien geht.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Für mich ist klar: Gute Bildungs- und Betreuungsangebote funktionieren nur dann, wenn alle Beteiligten im Gespräch bleiben – Eltern, Schulleitungen, Träger und Verwaltung. Nur so lassen sich Herausforderungen frühzeitig erkennen und gemeinsam bewältigen.

Wenn auch ihr Erfahrungen, Fragen oder Anregungen zum Thema Schul- und Betreuungsangebote habt, meldet euch gern bei mir.
Der Austausch mit euch ist wichtig, um Missstände sichtbar zu machen und Verbesserungen anzustoßen.

3 Orangene Herzen untereinander
Eure Bernauerin mit Herz, Nadine Schnittke

 

Das könnte dich auch interessieren: