Bernauerin mit Herz

Nadine Schnittke -
Bernauerin, Lehrerin, Mama, Halbtagspolitikerin

Lehrkräftemangel - und wie wir ihm wirklich begegnen können

Mein Klassenraum

Immer wieder ist in den Nachrichten vom Mangel an Lehrkräften die Rede. Auch im Alltag an unseren Schulen ist er deutlich spürbar. Klassen werden größer, Vertretungen schwieriger, die Belastung für Lehrkräfte wächst. Die Frage ist also nicht, ob wir handeln müssen – sondern wie.

Im Landtag wurde nun ein Antrag eingebracht, der darauf abzielt, den Bedarf an qualifizierten Lehrkräften kurz- und mittelfristig abzusichern. Ein wichtiger Schritt, denn klar ist: Gute Bildung braucht gute Rahmenbedingungen.

Ein zentraler Punkt dabei ist die Attraktivität des Berufs. Und die hängt nicht nur vom Unterricht selbst ab, sondern auch von allem, was drumherum anfällt. Lehrkräfte leisten heute weit mehr als reine Wissensvermittlung – sie organisieren, koordinieren, begleiten, beraten und halten den Schulalltag am Laufen.

Genau hier setzt der Gedanke an, sogenannte Schulassistenzstellen zu schaffen. Menschen, die Lehrkräfte im organisatorischen Bereich entlasten, Netzwerke pflegen, Projekte koordinieren oder Fördermöglichkeiten im Blick behalten. Ob Fördermittel beantragen, Exkursionen organisieren, Fortbildungen koordinieren oder als Schnittstelle zwischen Schule, Jugendhilfe und anderen Akteuren wirken – all das sind Aufgaben, die wertvolle Zeit binden, aber enorm wichtig sind.

Wenn solche Stellen gut gedacht und sinnvoll umgesetzt werden, könnten sie eine echte Entlastung sein – für Lehrkräfte, für Schulleitungen und letztlich für die gesamte Schulgemeinschaft. Entscheidend ist dabei jedoch: Diese Konzepte dürfen nicht am grünen Tisch entstehen. Wer über Schule entscheidet, muss mit denen sprechen, die dort täglich arbeiten – Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeit, pädagogisches Personal.

Nur so entstehen Lösungen, die wirklich greifen und den Alltag verbessern.

Mich interessiert sehr, wie ihr das seht:
Welche Unterstützung würde euren Schulalltag konkret erleichtern?
Welche Aufgaben könnten aus eurer Sicht sinnvoll ausgelagert werden?

Lasst uns darüber ins Gespräch kommen – denn gute Bildung braucht gute Bedingungen und den offenen Austausch darüber, wie wir sie gestalten wollen.

3 Orangene Herzen untereinander
Eure Bernauerin mit Herz, Nadine Schnittke

 

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